Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist auch bei Frost eine sinnvolle Heizlösung. Entscheidend ist, dass das System für die reale Heizlast des Gebäudes ausgelegt wird. In Norddeutschland, Süddeutschland, Österreich oder exponierten Küstenlagen zählt nicht die Nennleistung bei +7°C, sondern die Leistung bei -7°C, -10°C oder -15°C.
1. Leistung bei Auslegungstemperatur prüfen
Vor der Auswahl sollten Planer diese Werte vergleichen:
| Prüfpunkte | Warum wichtig |
|---|---|
| Heizleistung bei -7°C und -15°C | Zeigt die echte Winterleistung |
| COP bei 35°C und 55°C Vorlauf | Entscheidet über Stromkosten |
| Mindestmodulation | Verhindert Takten in der Übergangszeit |
| Abtaulogik | Sichert Komfort bei feuchtem Frost |
2. Vorlauftemperatur bestimmt die Kosten
Fußbodenheizung arbeitet meist mit 30°C bis 35°C und ermöglicht hohe Effizienz. Bestandsheizkörper benötigen an kalten Tagen oft 50°C bis 60°C. R290-Wärmepumpen sind hier besonders interessant, weil Propan hohe Vorlauftemperaturen effizienter bereitstellen kann als viele synthetische Kältemittel.
3. Abtauung ist normal
Bei feuchter Kälte bildet sich Eis am Außengerät. Gute Geräte tauen automatisch ab, ohne dass der Nutzer viel davon merkt. Wichtig sind ausreichend Wasservolumen, ein sauber eingestellter Heizkreis und ein frostfrei geführter Kondensatablauf.
Checkliste für Installateure
- Raumweise Heizlast berechnen.
- Gerät nach lokaler Auslegungstemperatur wählen.
- Leitungen windgeschützt und gedämmt verlegen.
- Kondensat sicher ableiten.
- Heizkurve sauber einregeln.
- Elektroheizstab nur als Reserve einplanen.
Thermovo empfiehlt für kalte Regionen meist R290-Monobloc-Systeme mit witterungsgeführter Regelung und ausreichend hydraulischem Volumen. So bleibt die Anlage ruhig, effizient und komfortabel.
Vor der Projektanfrage
| Prüfung | Vorzubereitende Angaben |
|---|---|
| Projektumfang | Land, Projektart, Betriebsbedingungen und gewünschten Liefertermin nennen. Offene Entscheidungen mit Fachbetrieb oder Planer klären. |
| Themenspezifische Nachweise | Leistung und Stromaufnahme bei örtlicher Auslegungstemperatur |
| Verantwortung und Abnahme | Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und Service zuordnen. Enthaltene Unterlagen, Prüfungen und Ausschlüsse schriftlich bestätigen. |
Die Checkliste definiert eine Anfrage. Sie ist keine Leistungszusage, Montageplanung oder Verfügbarkeitsgarantie.
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Wärmepumpe dimensionieren: Warum größer nicht immer besser ist


